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Ematec bringt das weltweit erste Seitenzugsensorsystem für Tandem-Kranhubarbeiten auf den Markt.
28 Juli 2026
Die Ematec AG, ein Spezialist für Hebezeuge mit Hauptsitz in Memmingerberg, Deutschland, hat das Diagonal Pull Sensor System (DPS) auf den Markt gebracht, einen zweiachsigen Seitenzugsensor, der die Sicherheit bei Tandem-Kranhubvorgängen und der Montage von Rotorblättern verbessern soll.
Das DPS-System wird häufig in Windkraftanlagen eingesetzt. Foto: ematecDas System wird magnetisch am Hakenblock befestigt und kommuniziert drahtlos per Funk mit einer Bodenstation (Reichweite bis zu 200 Meter). Ein grafisches Display zeigt eine Wasserwaage und numerische Winkelwerte auf beiden Achsen an, sodass Kranführer in Echtzeit überprüfen können, ob Hakenblock und Last lotrecht ausgerichtet sind. Die Daten können zudem drahtlos an ein Tablet übertragen werden.
Ematec zufolge handelt es sich bei dem System um die erste mobile, nachrüstbare Einheit ihrer Art. Es ist primär für Tandem-Hubarbeiten konzipiert, bei denen ein einzelner Einweiser nicht beide Kräne gleichzeitig überwachen kann und die Sicht eingeschränkt sein kann. Das DPS nutzt je nach Region unterschiedliche Funkfrequenzen und ist somit in Amerika und Asien einsetzbar.
Das System adressiert zudem eine spezifische Herausforderung bei der Installation von Windkraftanlagen: Beim Verschrauben eines Rotorblatts mit der Nabe üben Kranführer häufig Druck mit dem Ausleger aus und neigen diesen dabei aus der Vertikalen. Beim Lösen der Rotorblattgabel muss der Schäkel wieder auf den Schwerpunkt der Last ausgerichtet werden, um ein Schwingen der Gabel zu verhindern. Das DPS zeigt dem Bediener an, wann der Schäkel vor dem Lösen vollständig vertikal steht.
Ematec präsentierte das DPS auf der WindEnergy 2026 in Hamburg.
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